Essen | Duisburg'07
Leipzig'07
Ründeroth'08
Lübeck'08
Volterra'08
Moskau'09
Stockholm'10
Köln'10
Seseke'10
Berlin'13









Projektwoche Ründeroth 2008

 

Die Exkursion nach Ründeroth stand in Verbindung mit dem Start des Projektes II, im Sommersemester 2008. Für die Dauer der ersten Projektwoche waren wir hierfür in der Gemeinde Engelskirchen zu Gast, um uns im Speziellen mit dem Ortsteil Ründeroth auseinanderzusetzen. Auf die Ergebnisse und die Aufgabenstellung des Semesterprojekts wird unter der Rubrik Projekte auf dieser Homepage näher eingegangen.

Thematisch ging es um die Entwicklung von Leitkonzepten, unter den sich abzeichnenden Veränderungen in Folge des demographischen Wandels.

Bereits im Vorfeld ist die Gemeinde an Prof. Hildegard Schröteler-von Brandt herangetreten, mit der Bitte durch den Master Städtebau NRW ein Konzept für den Ortsteil zu erarbeiten.

Hierzu ist das 2. Semester von der Gemeinde Engelskirchen für eine Woche in die Kommune eingeladen worden. Die Einladung beinhaltete sowohl die Unterkunft nebst Frühstück und Mittagessen, als auch die Bereitstellung von Räumlichkeiten im Rathaus.

In bester Lage exponiert über der großen Eingangshalle waren wir Masterstudenten mit allem versorgt und konnten auch meist auf dem „kurzen Dienstweg“ unsere Materialrecherche durchführen.

In einer ersten Präsentation von der Stadt, wurden uns die wichtigsten Inhalte vermittelt, so dass wir uns einen guten Überblick über die Situation von Engelskirchen, und im Speziellen von Ründeroth machen konnten. Bei einem anschließenden Rundgang, begleitet vom Heimat und Verschönerungsverein, ging es durch Ründeroth hinauf zum Haldyturm, von dem aus man einen wunderbaren Überblick über Ründeroth hat.

Eingeteilt in die beiden Gruppen „Städtebau“ und „Demographie“ startete die Bearbeitung des Semesters vor Ort. Während sich die Mitglieder der Städtebaugruppe durch eine Ortsbegehung mit der baulichen Situation in Ründeroth vertraut machten, und die zur Erstellung der Arbeit nötigen Elemente kartierten, beschäftigte sich die Gruppe „Demographie“ mit allen für die Projektarbeit bedeutenden statistischen Daten.

Hierbei wurde wie bereits erwähnt besonderer Wert auf die für Ründeroth – als Folge des demographischen Wandels – deutlicher werdenden Veränderungen gelegt. Es wurde sowohl die Verteilung der Bevölkerungsstruktur im Ort, als auch die für die Gemeinde von verschiedener Seite aufgestellten Prognosen berücksichtigt. Aufbauend auf den Erkenntnissen durch die Ortsbegehungen, wurde Ründeroth in verschiedene Teilbereiche gegliedert, die sich aufgrund ihrer Eigenschaften (städtebauliche Eigenarten, räumliche Lage, Bebauungsalter, etc.) zusammenfassen ließen. Diese wurden dann mit den entsprechenden, strukturellen Bevölkerungseigenschaften verknüpft, um Rückschlüsse für die Bewertung der baulichen und sozialen Situationen aller Einzelgebiete ziehen zu können, und diese miteinander zu vergleichen. Hieraus konnte in der folgenden Zusammenführung ein Gesamtergebnis in Form eines Konzepts zur Umsetzung von Maßnahmen im Umgang mit den erkannten Gegebenheiten entwickelt werden.

Generell findet eine Projektwoche zu Beginn jedes großen Semesterprojekts statt und häufig wird diese mit einem komprimierten Bearbeitungszeitraum vor Ort verbunden.

Die Vorteile liegen ganz klar in der intensiven Beschäftigung mit der Materie und der Möglichkeit, sich vom Untersuchungsraum einen differenzierten Eindruck verschaffen zu können. Zusätzlich ermöglicht diese eine intensive Arbeitsweise, und die Chance durch Diskussionen und gegenseitige Abwägungsprozesse zu differenzierten Erkenntnissen zu gelangen, da die unterschiedlichen Professionen der Studenten verschiedene Blickwinkel und Facetten zum Gesamtbild beitragen.

Ein weiterer Aspekt einer komprimierten Projektwoche liegt natürlich auch im abendlichen, geselligen Zusammensein. Zur gegenseitigen Partizipation haben in Ründeroth vor allem ein gemeinsamer Grillabend und einige Expeditionen ins nächtliche Landleben beigetragen.