Essen | Duisburg'07
Leipzig'07
Ründeroth'08
Lübeck'08
Volterra'08
Moskau'09
Stockholm'10
Köln'10
Seseke'10
Berlin'13












Exkursion Köln | Juli 2010

 

Prof.in Hildegard Schröteler-von Brandt

 

 

Eigelstein und Agnesviertel 

Treffpunkt für die Exkursion durch Köln war der Breslauerplatz, rückwärtiger Ausgang des Hauptbahnhofs und zur Zeit einer der Plätze, die vom Bau der Nord-Süd-U-Bahn und Provisorien wie ein Musical-Dome auf einem Containersockelgeschoß besonders gezeichnet sind.

 

Studierende des master städtebau NRW und der Uni Siegen starteten zum Rundgang durch Köln. Im Rahmen des Moduls 8.1 "Informelle Planung und Stadterneuerung" waren die Erfahrungen mit Stadtumbau und Stadterneuerung in Köln bereits besprochen und diskutiert worden.

 

Vom Bahnhof führte der Rundgang durchs Eigelsteinviertel, wo sich die Stadtsanierung in den 1980er Jahren bemühte der Segregation nach der Aufwertung von Wohngebieten entgegenzuwirken und Beispiele des sozialen Wohnungsbaus in einem lebendigen Stadtteil zu besichtigen waren.

 




 

Media-Park

Übers Agnesviertel und duch den Hof des Bürgerzentrums Alte Feuerwache, Beispiele für bürgerschaftliches Engagement im Rahmen der Wohnumfeld-Verbesserungsmaßnahmen, führte der Stadtspaziergang in den Media Park, auf das Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs St. Gereon.

 

Die Umnutzung war in den 1990er Jahren ein frühes Beispiel für die Qualifizierung der Planung durch einen Wettbewerbsverfahren im Stadtumbauprozeß.

 

 




 

Köln-Chorweiler

Mit der S-Bahn erreichte die Gruppe zur Mittagspause den Wochenmarkt in Köln-Chorweiler, welches sich Anfang Juli mit Besucher des Summerjams am Fühlinger See bunt durchmischte.

 

Die kritische Betrachtung der Neuen Stadt der 1970er Jahre und die vielfachen Initiativen der Verbesserung der Lebensverhältnisse waren Themen beim Spaziergang über die Kulturbrücke im Kerngebiet der Hochhausstadt.

 

 




 

Vulkan-Gelände Ehrenfeld 

Nächste Etappe war das Vulkan-Gelände in Köln-Ehrenfeld, das einige Studierende erstaunt bei Tageslicht wiedererkannten.

 

Bekannt durch Live-Music-Hall und diverse Clubs mit buntem Nachtleben, trifft man auf dem Vulkan-Gelände ein Beispiel für eine Initiative durch Privatinvestoren, die von 2000-2005 durch Um- und Neubaumaßnahmen auf einer Industriebrache ein Quartier für Wohnen und Arbeiten errichteten, und einem vom Strukturwandel und Arbeitslosigkeit gezeichnetem Viertel neue Impulse verschaffte.

 




 

Rheinaufhafen und Südstadt

Weiter gings mit der Straßenbahn bis zum Ubierring in die Südstadt, von wo aus wir über den Bayenturm, Hafenamt und Kranhäuser eine der aktuellen Stadtentwicklungen im Kölner Rheinaufhafen besuchten.  

 

Mit 1500m befindet sich unter dem Hafengelände die längste Tiefgarage Europas, deren Kommunikations-Konzept mit dem Red Dot Design Award 2010 ausgezeichnet wurde. Bei besonderen Hochwasserereignissen wird sie geflutet, um den Auftrieb des Raumkörpers zu vermeiden.

 




 

Die Südstadt war in den 1980er Jahren auch ein Ort der intensiven Auseinandersetzung um Nachnutzung, städtisches Wohnen und Bürgerbeteiligung im Planungsprozeß.  

 

Das "Stollwerck" wurde zum Symbol für kritischen Umgang mit Immobilienspekulationen, Stadtplanung und Hausbesetzung. 

 

Mit einem Rundgang durch das Wohnquartier mit Bürgerzentrum auf dem Gelände der ehemaligen Schokoladen-Fabrik, endete der Stadtspaziergang bei einem kühlen Master-Kölsch auf dem sommersonnigen Plätzchen an der Rosenstraße.