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Volterra Exkursion | Universität Siegen und Master Städtebau NRW

Frau Prof. Schröteler-von Brandt | Prof. Bernd Borghoff | 27.09. – 04.10.08

 

Ende des Sommersemesters 2008 hat der Fachbereich Architektur/Städtebau der Universität Siegen die Exkursion nach Volterra in die Toskana angeboten. Auch die Studenten des Masters Städtebau NRW sind zu dieser Exkursion eingeladen worden.

 

Mit zwei Bullis ging es am Morgen des 27ten in Siegen los. Bei schönem Wetter ging die Fahrt über den St. Gothard Pass in den Alpen.

Eine Übernachtung erfolgte in der italienischen Schweiz am Luganer See.

 

Lugano

Übernachtet wurde in einem frisch renovierten Hostel mitten in der Stadt, so dass es möglich war in den Abendstunden einen gemütlichen Spaziergang durch die Innenstadt zu unternehmen. Einige Studenten ließen bei den noch sommerlichen Temperaturen den Tag zwischen Palmen mit einer Flasche Rotwein am Ufer des Sees ausklingen.




Am nächsten Morgen erfolgte, mit einem kurzen Zwischenstopp in Mailand, die Weiterfahrt nach Volterra. Hier residierte unsere Gruppe in einer alten toskanischen Villa.




Volterra

Am ganzen ersten Tag in Italien stand die Erkundung der Stadt Volterra auf dem Plan. Zu Fuß wurde der Hügel auf dem die Stadt liegt erklommen. Unter der Festung betraten wir die Altstadt durch eines der noch erhaltenen Tore der Befestigungsanlagen aus dem Mittelalter.

Früher eine der wichtigsten etruskischen Siedlungen in der Toskana wurde die Stadt von den Römern neu gegründet, das auch noch am Achsenkreuz „cadus und decumanum“ im Stadtgrundriss zu erkennen ist. Auch noch zu erkunden waren die Reste eines römischen Amphitheaters und einer Therme.

Das Zentrum der Altstadt bilden die Piazza mit dem Rathaus, welches aus machtpolitischen Gründen bewusst vor den Dom erbaut wurde. Weitere Besichtigungsorte waren der Domplatz mit Dom sowie das Baptisterium.




Siena

Im Südosten Volterras gelegen, ist Siena die zweite Stadt die während der Exkursion besucht wurde. Diese gegenüber den anderen „Metropolen“ der Toskana verhältnismäßig kleine Stadt ist aus drei Siedlungszellen entstanden, die auch heute noch als einzelne Stadtteile im Grundriss Sienas erkennbar sind. Im Berührungspunkt der Siedlungskörper liegt der Piazza del Campo, ein halbkreisförmiger Platz der zum Rathaus mit seinem hohen Glockenturm abfällt.

Etwas entfernt auf einer Anhöhe steht der Dom, der von seinem Aussichtspunkt einen weiten Blick über die gesamte Bebauungsstruktur der Stadt und die verzweigten Gassen der Altstadt bietet.




Pisa

Die Stadt Pisa am Arno gelegen, war ebenfalls Ziel einer Tagestour in der Toskana. Zusätzlich zur „Wiese der Wunder“, mit dem Dom, dem Baptisterium, dem schiefen Turm von Pisa und dem Friedhof mit seinen eindrucksvollen Fresken stand ein Besuch der Universität auf dem Programm. Diese verfügt ebenfalls über eine Architekturfakultät und unterhält ein Austauschprogramm mit der Universität Siegen, welches es auch Masterstudenten ermöglicht mit dem Erasmusprogramm ein Auslandssemester in Pisa zu absolvieren.

 


Florenz

Als einzige Großstadt der Toskana mit über 500.000 Einwohnern bot Florenz eine andere Atmosphäre. Es herrschte ein reges Treiben der Touristen und Händlern in den Straßen. Die Krone der Stadt bildet der Dom mit seiner riesigen von Brunelleschi erbauten Kuppel. Wahrzunehmen ist, dass die Kirche von niedrigeren Gebäuden eingefasst ist, um ihre Wirkung beim Betreten des Vorplatzes nochmals zu steigern.

Den eigentlichen Mittelpunkt der Stadt stellt der Platz vor dem Rathaus dar, der Piazza Seniore, welcher aus dem Raster des ehemaligen römischen Kastrums herausgedreht worden ist.

Das Rathaus vermittelt durch die wehrhafte Bauweise einen Eindruck seiner Entstehungszeit in der die herrschenden Familien um die Vormachtstellung in der Stadt kämpften. Noch heute erinnern Wettkämpfe zwischen den Stadtteilen an diese Zeit. Diese sind jedoch mittlerweile nicht mehr kriegerisch sondern zu besonderen Volksfesten geworden.

Eine Besonderheit des Piazza Seniore sind die Plastiken, die auf ihm stehen, und ihn gliedern. Am bekannteste sind der „David“ von Michelangelo, der heute neben dem „Herkules“ den Eingang in das Rathaus und den Übergang zu den Uffizien säumt.




San Gimignano