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Exkursion Moskau | September 2009

 

Prof. Andreas Fritzen

 

 

10 Studierende aus dem 3. Semester wünschten sich ihre „große“ Exkursion nach Moskau, und konnten auch Prof. Andreas Fritzen für eine Woche in der russischen Metropole Anfang September 2009 begeistern.

 

Der russischen Sprache nicht mächtig, organisierte man über www.mplus-moskau.com eine fachkundige architektonische Führung zu den Orten der historischen Baukultur und denen der aktuellen Stadtentwicklung.

 

 




 

Am Tag der Ankunft in der osteuropäischen 11-Millionen-Metropole startete die Gruppe nach Check-In zu einem ersten Stadtspaziergang mit der Metro Richtung Zentrum über Theater- und Roten Platz, durch das ehemalige Staatliche Kaufhaus GUM, um ein erstes Abendessen im Gartenlokal des Moskauer Künstlervereins zu genießen.

 

Der erste Exkursionstag begann mit dem Rundgang durch das Stadtviertel Ostoshenka, in dem sich mit dem Beginn einer kapitalistische Wirtschaft der hochpreisige Wohnungsbau in Citynähe gegen sanierungsbedürftige Altbebauung durchgesetzt hatte.

 

Eine mittelalterliche christlich-orthodoxe Klosteranlage konnte dem Druck widerstehen und wurde zur Zeit - durch Spendengelder ermöglicht - aufwändig restauriert.

 

 




 

Nach den vielen Fuß-Kilometer gönnte man sich im spätsommerlichen T-Shirt-Wetter eine Bootsfahrt auf der Moskwa und einen Blick vom Wasser auf die Stadt.  

 

Der 2. Exkursionstag begann mit einem Rundgang durch die Wohngebiete der 1920er Jahre, in einer Zeit als sich die Gemeinschaftswohnungen zu einer besonders gebräuchlich Lebensform entwickelten.

 

 




 

Vorbei an der dekmalgeschützten Tankstelle der Kreml`-Mitarbeiter spazierten wir am Moskwa-Ufer zur Christus-Erlöser-Kirche.

 

An der Geschichte dieser christlich-orthodoxen Kirche lassen sich die Veränderung in Politik und Gesellschaft Russlands besonders gut ablesen:

 

1931 Sprengung der Kirche für den Neubau des geplanten Sowjetpalastes

1961 Eröffnung eines Freibades – mit Winterbetrieb - in den bereits gebauten Palast-Fundamenten 

1994 Rekonstruktion der Kirche mit Hilfe von Spenden

 




 

Mit der Metro erreichten wir die neue Station von „Moskow-City“, die High-Rise-Stadtentwicklung der russischen Metropole.  Aktuell durch die Finanzkrise lahm gelegt, drehten sich nicht mehr alle Kräne. Lediglich russisch finanzierten Projekte konnten fortgeführt werden.

 




 

Am 3. Exkursionstag standen Wohnbebauung der Chruchtschow-Ära in den 1960er Jahren an, sowie der Besuch einer aktuellen Stadtentwicklung mit Wohnbebauung und sozialen Einrichtungen auf dem Gelände eines ehemaligen Militärflughafens im Nordwesten der Stadt.

 

Die Dimensionen schienen nach unseren Maßstäben gigantisch, nach Auskunft des fachkundigen Architekturführers sind Wohnungen in den neuen Hochhäusern bei den Moskauern sehr beliebt.

 




 

Zum Abschluss der geführten Exkursion besuchte die Gruppe das Melnikow Wohn- und Atelierhaus, sowie den Alten und Neuen Arbat, als historische und sowjetische Variante einer Einkaufsstraße an den Radialen ins Zentrum der Stadt.

 

Viele Kilometer gelaufen, freute man sich doch immer wieder über einen Besuch im Restaurant oder auf die Pause in der warmen Septembersonne auf einer Parkbank am Gartenring.

 




 

An den nächsten Tagen wurde das Besichtigungsprogramm frei aus der Gruppe heraus zusammengestellt: Kreml‘ und Maria-Entschlafenskirche, Leninbibliothek, Besuch der Architekturfakultät, Moskauer Architekturmuseum, Tretjakow-Galerie, Blick von den Sperlingsbergen, Lomonossov-Universität, Neujungfrauen-Kloster, u.v.m.

 

Am Abreisetag stand ein Vormittag für ganz private Vergnügen zur Verfügung: Flohmarkt im Park, Moskau-Marathon am Roten Platz, Besuch des LeCorbusier-Gebäudes und Spaziergang über den Gartenring.