Virtueller Informationstag für Masterstudiengänge an der TH Köln am 28.01.26.
Kulturelle Zwischennutzung als Katalysator für die Transformation von Innenstädten
Der Strukturwandel im Einzelhandel setzt die traditionell auf Gewerbe und Handel ausgerichteten urbanen Räume in den Innenstädten unter Druck – dies lässt sich auch in den zentralen Kölner Handelslagen beobachten und führt zu einer steigenden Zahl von Leerständen und Mindernutzungen, die nicht nur Ladenlokale, sondern auch angrenzende Infrastrukturen wie Parkhäuser oder obere Verkaufsetagen betreffen. Dies wirft Fragen auf: Welche kohärenten Sekundärnutzungen sind erforderlich, um die Attraktivität dieser zentralen urbanen Räume zu steigern? Welche Möglichkeiten der Mehrfachnutzung ergeben sich? Wie können kommerzialisierte Zwischenräume und öffentliche Räume sinnvoll genutzt werden? Kulturelle und künstlerische Aktivitäten sind unbestreitbar von großer Bedeutung für die Belebung von Stadträumen und schaffen Treffpunkte in einer sich zunehmend entfremdenden Gesellschaft. Die zentrale Forschungsfrage ist daher, welche Rolle die Kultur in Form von kultureller Zwischennutzung bzw. Pioniernutzung in der Transformation von Innenstädten spielen kann.
Ein entscheidender Mehrwert dieses Projektes liegt in der explorativ-forschenden Herangehensweise im Sinne eines Reallabors. Diese Methode ermöglicht es, städtische Räume nicht nur theoretisch zu untersuchen, sondern sie in einem realen, praxisorientierten Umfeld zu testen. Durch die experimentelle Nutzung von Flächen in Echtzeit können Rückschlüsse über deren Potenzial, Auslastung und Akzeptanz in der Bevölkerung gezogen werden. Das Reallabor bietet zudem eine Plattform für innovative, partizipative Ansätze, bei denen die direkte Interaktion zwischen Immobilieneigentümern, Stadtverwaltung, Hochschule und der freien Kunst- und Kulturszene gefördert wird. Diese Zusammenarbeit schafft neue Allianzen, die über die Dauer des Projekts hinaus Bestand haben können und damit langfristig zur Stabilisierung und Belebung der Innenstadt beitragen.
Beteiligte Wissenschaftler*innen: Prof. Yasemin Utku, Jan-Philipp Neuer (TH Köln)
Mitwirkung von Studierenden im Master Städtebau NRW, u.a.
Projektpartner und Fördermittelgeber: Stadt Köln
Laufzeit: 12.2024 bis 12.2025
Transformation
Kulturelle Zwischennutzung als Katalysator für die Transformation von Innenstädten
RE:THINKING Barmen
Konzepte für eine klimaadäquate und sozialverträgliche Gestaltung des öffentlichen Raums


