RE:THINKING Barmen

Im Wuppertaler Stadtteil Barmen lassen sich die Ideen der autogerechten Stadt auch heute noch deutlich ablesen. Aufenthaltsräume sind versiegelt und rar, Grünflächen sind Mangelware, die Wupper zwar optisch präsent, aber weder erfahrbar noch zugänglich. Die mit dem steigenden Flächenbedarf der Infrastruktur einhergegangene Versiegelung der Oberflächen führt bei Starkregenereignissen und Schneeschmelze vermehrt zu einer Überlastung des kanalisierten Wupper- Flussbetts. Die Folge sind Überschwemmungen der Innenstadt. Durch den hohen Versiegelungsgrad der Talsohle stellen Hitzeinseln und das Verbauen von Frischluftschneisen die Stadt zudem vor zunehmend große Probleme.

Da es sich hierbei um eine gesamtstädtische Aufgabe handelt, welche die Stadt nur schrittweise und sektoral bearbeiten kann, war zunächst und exemplarisch der Stadtteil Barmen Gegenstand der Untersuchung hinsichtlich seiner Herausforderungen und klimasensiblen Stadtentwicklungspotenziale. Insbesondere die multimodalen Ankunftsorte in der Talachse zwischen der Schwebebahnhaltestelle Adlerbrücke, dem Barmer Bahnhof, der SBH Alter Markt, dem St.-Etienne-Ufer und der SBH Werther Brücke waren tiefgreifend zu betrachten. Ziel des Projekts war sowohl die wissenschaftliche Untersuchung des Gebiets als auch die Erarbeitung von Konzepten für eine klimaadäquate und sozialverträgliche Gestaltung des öffentlichen Raums. Die Ergebnisse werden in den gesellschaftlichen Diskurs zur klimasensiblen Stadtentwicklung im Stadtteil Barmen eingespeist und bereichern die Planungen der Stadt Wuppertal.

Beteiligte Wissenschaftler*innen: Jan-Philipp Neuer, Prof. Yasemin Utku (TH Köln) u.a. 
Projektpartner und Fördermittelgeber: Stadt Wuppertal 
Laufzeit: 02.2024 bis 05.2025

Fotos: Hannes Soballa

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