Agri-Urbanes Quartier,
Am Bahnhof Rösrath-Hoffnungsthal

Lehrende

Prof. Andreas Fritzen 
Prof. Martin Hölscher

Modul

Projekt II – Sommersemester 2026

thema

Agri-Urbanes Quartier für Rösrath Hoffnungsthal

Die Stadt Köln und ihr Umland werden in den nächsten Jahren bzw. Jahrzehnten bezüglich der Einwohnerzahl weiter wachsen. Weltweite Migration, notwendiger Ressourcenschutz und der Wunsch nach Chancengleichheit könnten diese Dynamik darüber hinaus langfristig antreiben. Da der verfügbare Boden und Raum in den meisten Großstädten und ihrem Umland schon heute knapp und teuer sind, bietet das Leitbild der „Agri-Urbanen Siedlungsmodelle“ eine sinnvolle Strategie an, um mehr Menschen, ressourcensparend und klimagerecht am städtischen Leben teilhaben zu lassen (vgl. Agri-urbane Siedlungsmodelle am Beispiel der Stadtregion Köln).

Klimagerechte Stadtquartiere müssen intensiver als bislang Räume des Wohnens und Arbeitens mit Räumen der Lebensmittel- und/oder Energieerzeugung verbinden. Die Ausweisung von monofunktionalen Gewerbe- und Wohngebieten und getrennten Flächen für die Forst- und Landwirtschaft, welche die Flächennutzungsplanung der letzten 50 Jahre dominierte, hat sich in Teilen überlebt. Technisch und ökologisch ist die Produktion von Lebensmitteln in der Stadt, nah an den Verbraucher:innen sinnvoll. Die Nachfrage nach urbanem Wohnen und Arbeiten in mischgenutzten, lebhaften Quartieren nimmt zu. Gleichzeitig wünschen sich Städter mehr Bezug zum Land und zur Landwirtschaft und aktive Beteiligung bei der eigenen Versorgung mit regionalen, gesunden Lebensmitteln.

Seit Jahren beginnen daher Kommunen unter dem Schlagwort der „Agri-Urbanen Quartiere“ neue Entwicklungsmöglichkeiten für randstädtische, aber dichte und möglichst nutzungsgemischte Quartiere zu schaffen. Planungsrechtlich ist dies durch die Ausweisung von „Urbanen Gebieten“ nach BauNVO mit hohen Dichten und intensiver Nutzungsmischung seit einigen Jahren möglich. Die aktive Beteiligung an der kleinteiligen Landwirtschaft führt zu einer deutlich höheren Integration in das Lebensumfeld, fördert das sozial orientierte Miteinander und die Gesundheit der Bewohner:innen.

Für die ehemalige Pferdswiese am Bahnhof Rösrath-Hoffnungsthal wurden daher städtebauliche Entwürfe mit sinnvolle4 Nutzungsmischung, hohen baulichen Dichten und einer Integration von multicodierten, ggf. landwirtschaftlichen Freiflächen gesucht. 

Elf ausgewählte Arbeiten des Masters Städtebau NRW und der FH Bochum nahmen an einem studentischen Wettbewerb teil, dessen Jury aus Vertretern des Investors, der Stadt und der Hochschule bestand. Insgesamt vier Arbeiten aus dem Master Städtebau NRW wurden mit dem ersten und dritten Platz sowie zwei Ankäufen prämiert

 

„Allmende“ (1. Platz)
von Moritz Kügler, Ole Lüders und Ruben Sippel

„Staad Land Sülz“ (3. Platz)
von Lynn Daudert, Rose Krieger und Clara Schnetz, 
 
„Lebenshöfe“ (Ankauf)
von Luis Ebbert, David Graf und Simon Klammer
„Immer Satt“ (Ankauf)
von Lisa Kauffmann, Robyn Lessnow und Arne Knippert

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