Exkursion nach Warschau

Drei Tage. Eine Stadt. Mehrere Jahrhunderte Geschichte.
 
Im Sommersemester 2026 wurde von Student:innen in Begleitung von Prof. Thorsten Erl eine Exkursion nach Warschau  organisiert – eine Stadt, die ihre bewegte Vergangenheit nicht versteckt, sondern sichtbar im Stadtbild trägt.
 
Zwischen Klassizismus, sozialisitischer Monumentalität und zeitgenössischer Europastadt bewegten sich die Student:innen auf einer kleinen Zeitreise durch die Geschichte des 20. und 21.  Jahrhunderts. Besonders beeindruckend: das wilde Stadtgefüge Warschaus, in dem unterschiedlichste Schichten und Epochen direkt nebeneinanderstehen – Spuren von Krieg, Besetzung, Wiederaufbau und Transformation.
 
Ein zentrales Thema der Exkursion war die enge Verbindung von Städtebau, Architektur und politischen Entwicklungen. Wie prägen Ideologien den urbanen Raum? Wie verändert Wiederaufbau eine Stadtidentität? Und wie werden Stadträume heute unter den Aspekten von Klimaanpassung und Aufenthaltsqualität neu gedacht?
 
Die Besichtigung des ikonischen Kunstpalastest durfte nicht fehlen – ein ebenso imposantes wie umstrittenes Symbol der sozialistischen Vergangenheit Warschaus.
 
Besonders bewegened waren außerdem die Stationen auf den Spuren der jüdischen Geschichte der Stadt, die bis heute tief im urbanen Gedächtnis verankert ist.
 
Warschau hat gezeigt, wie Städte Geschichte erzählen können – nicht nur in Museen, sondern direkt auf der Straße.

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