Exkursion nach Kolumbien
Unter diesem Motto stand die Kolumbien-Exkursion der TH OWL, die unter Organisation von Prof. Martin Hölscher zusammen mit Katharine Ruiz Alvarez, Malena Schnakenberg und Miguel Zambrano im August/September 2026 stattgefunden hat. Auch vierzehn Studierende des Masters Städtebau NRW konnten an der Exkursion teilhaben, die zunächst in die Hauptstadt Bogotá führte.
In Bogotá stiegen die Student:innen in die kolumbianische Kultur und Vielfalt ein. Stadttouren per Fuß und Rad führten durch die geschichtlichen und architektonischen Epochen und zeigten die städtischen Kontraste auf.
Das Goldmuseum zeigt die beeindruckende Goldschmiedekunst und archäologischen Schätze der indigenen Kulturen Kolumbiens.
Eine Führung durch den Parque del Tercer Milenio und das Stadtviertel Belen verdeutlichte die Stadtentwicklungsprozesse, die einerseits durch gemeinschaftliche Organisation und andererseits durch Verdrängungsprozesse geprägt werden.
Der Besuch des großen Lebensmittelmarkts Paloquemao und kleinerer Handwerksmärkte sowie das traditionelle Tejo-Spiel am Abend ließ die Studierenden die Geschmäcker, Farben und Atmosphäre des Landes entdecken.
Die zweite Station führte nach Cazucá, einem Stadtteil von Bogotás Nachbarstadt Soacha. Dort wurde in den informellen urbanen Kontext eingetaucht, der von Lebenswillen, Resilienz, Kreativität und transformativem Potenzial geprägt ist. Hier lernten die Student:innen die Lebensweise und starke Gemeinschaft der Bewohnenden kennen und arbeiteten gemeinsam vier Tage an räumlichen Interventionen.
Danach ging es zurück nach Bogotá und das umgebende Hochland. Die Wanderung nach Sumapaz führte in ein einzigartiges Ökosystem. In der Nachbarstadt Chia verdeutlichte der Besuch einer Gated Community die Kontraste des Landes.
Die letzte Etappe ging über die Anden nach Medellín. Kolumbiens zweitgrößte Stadt verfügt über ein integriertes Verkehrssystem aus Metro, Tram und Seilbahnen, das auch die weiter entfernten Siedlungen an das Stadtzentrum anbindet. Hier wurden verschiedene Viertel besucht, die für ihre partizipativen Initiativen und Stadtentwicklungsprozesse bekannt sind.
Die gewaltvolle Geschichte der Stadt und die nachfolgenden sozialen und städtischen Entwicklungsprozesse wurden durch den Besuch des Museums der Erinnerung und der Communa 13 verdeutlicht.
Die Exkursion nach Kolumbien zeigte eindrücklich, wie Architektur und Stadtplanung als aktive Instrumente sozialer Veränderung dienen und ließ die Student:innen Kolumbien mit allen Sinnen erleben.
weitere Themen
Kolumbien-Exkursion
„Die Essenz des Raums – Kolumbien als Labor der Sinne“
Brasilien-Exkursion
im August 2026
Einladung
zur Masterfeier am 09.10.2026

