„Health Circle Wiesdorf“

Health Circle Wiesdorf   

Entwurfsverfassende

Sandra Henkes 
Josephine Koblitz
Serhii Ladik
Arthur Spruck

Modul

Projekt III – Wintersemester 2022 / 23

thema

Urbane Gesundheit als Zukunft Wiesdorfs 

Oberthema: Gesunde Stadt 

Die Analyseergebnisse zeigen, dass Wiesdorf, wie viele andere Städte, eine Vielzahl von krankheitsfördernden Faktoren erzeugt. Hierzu gehören zum einen der Lärm und die Luftverschmutzung durch den hohen Anteil des motorisierten Individualverkehrs und der ansässigen Industrie. Zum anderen begünstigt der hohe Grad an Versiegelung in Form von Parkplätzen und Dachflächen Hitzeinseln. Hinzu kommen die zahlreiche Barrieren innerhalb des Stadtgebiets, welche die ungehinderte Nutzung der Fuß- und Radwegverbindungen beeinträchtigt. 

Diese Faktoren haben Einfluss auf die physische und psychische Gesundheit der Bewohner. Gerade im Hinblick auf die globale Klimaerwärmung stellt sich die Fragen, wie in Zukunft das Miteinander und das Leben in Wiesdorf gestaltet wird. In unseren Augen muss hier ein Wandel auf städtischer Ebene erfolgen, um die Lebensqualität der Bewohner:innen langfristig zu sichern.

Wandel zur gesunden Stadt

Das Leitbild der gesunden Stadt kann hierbei Antworten auf aktuelle Problemstellungen geben, wie der Bewältigung des Klimawandels und der Folgen der Urbanisierung. Es muss eine Entwicklung hin zu einer gesunden und ausgeglichenen Stadt angestrebt werden, mit guten Umweltbedingungen und Möglichkeiten der Selbstbestimmten Gesundheitsförderung. Hierzu gehören eine gute Luftqualität, Qualität von Freiflächen, sowie Bewegungs- und Erholungsmöglichkeiten. Darüber hinaus spielt die Verkehrswende mit einem nachhaltigen Mobilitätskonzept eine wichtige Rolle bei der Umsetzung des Leitbildes. Um sich von der reinen Funktion als Einzelhandels- und Arbeitsstandort zu lösen, soll im Rahmen des Konzepts die Etablierung von weiteren Nutzungen, wie Naherholung, Bildung und Landwirtschaft, Wiesdorf zu einer gemischten und resilienten Nutzungsstruktur verhelfen.

Obsolessenz

Obsolessenz

Entwurfsverfassende

Grigorios Bacharoudis 
Lilian Bander 
Marie Blechmann 
Tobias Steller 

Modul

Projekt III – Wintersemester 2022 / 23

thema

Die obsolete Stadt. 

Städte unterliegen einem Wandel durch die Megatrends wie dem Klimawandel, der Digitalisierung und der Mobilitätswende. Weiterhin ausgelöst wird der Umbruch durch Disruptionen wie der Corona-Pandemie, welche insgesamt unterschiedliche Auswirkungen auf dem Raum haben. Diese Disruptionen üben ungemeinen Einfluss auf bauliche und soziale Strukturen aus. Somit steigt das Risiko der Flächen und Gebäude, in Zukunft obsolet zu werden. Obsolete Strukturen bieten jedoch ein Potenzial für die Stadtentwicklung im Sinne einer doppelten Innenentwicklung, wenn die obsoleten Räume und die Ursachen erst einmal erkannt wurden.

Damit die Stadtbewohner:innen Zugriff auf diesen Prozess haben können, müssen Möglichkeiten geschaffen werden, um gezielt Prozesse zu starten und zu beeinflussen. Einerseits leiden die Materialien der Strukturen, andererseits verändern sich im Laufe der Zeit Ansprüche, die in Zusammenhang mit ihrer Nutzung stehen. Obsolet wird eine Struktur somit nicht nur dann, wenn sie veraltet ist, sondern auch, wenn ihre ursprüngliche Funktion entfällt. 

In Leverkusen-Wiesdorf wird schon seit einiger Zeit ein Wandel der Strukturen angestrebt, welcher nun durch eine neue Planungsstrategie in Form des Integrierten Handlungskonzeptes (InHK), inklusive Beteiligungsformat, vorangetrieben werden soll. 

Das Kollektiv

Als Teil der Stadtentwicklungsgesellschaft Leverkusen-Wiesdorf / Manfort soll ein Kollektiv aufgebaut werden. Diese zielgerichtete Gruppe kooperiert mit den Handlungsgemeinschaften, welche in den Projektprozess involviert sind. Das Kollektiv soll dafür sorgen, dass die mit den Bürger:innen erarbeiteten Ideen und Ergebnisse in den Raum gebracht und damit umgesetzt werden können. 

Das Spiel 

Um nicht nur ein einseitiges Bild von den Strukturen in Wiesdorf zu bekommen, sondern verschiedene Eindrücke und auch innere Wahrnehmungen zu integrieren, ist die Beteiligung von Bürger:innen an der Stelle ein wichtiges Instrument, um passende Maßnahmen zu finden. Je mehr obsolete Räume gefunden werden und je mehr Teilnehmende sich über den jeweiligen Zustand einig sind, desto besser und wirksamer wird das Ergebnis. Das entwickelte Gesellschaftsspiel „ObsolEssenz“ bietet die passende Möglichkeit der Beteiligung an der Identifikation und Anpassung von entsprechenden Strukturen. 

Ein Planspiel soll die Schwelle der Beteiligung gering halten und möglichst viele Menschen in den Prozess integrieren. Als „informelles“ Beteiligungsformat werden verschiedene Zielgruppen von jung bis alt zum Mitspielen angeregt. Planspiele haben den Vorteil, dass in kürzester Zeit neue Realitäten für die Zukunft entstehen und tragen dazu bei, dass die Meinung der Mitspielenden verständlicher wird. Darüber hinaus fördert es die Motivation durch die Nähe der Aufgabe zur Wirklichkeit, da für die Lösung neben Engagement die eigene Kreativität gefragt ist. So schafft das Spiel einen niederschwelligen Einstieg, auch für mögliche weitere Beteiligungen. Ziel des Spiels ist es, die Potenziale der obsolet gewordenen Strukturen zu erkennen, um somit eine nachhaltige Entwicklung der Stadt zu ermöglichen. Das Verständnis der Bewohner:innen für deren Umwelt,  als auch deren Teilnahme an der Veränderung soll vermittelt werden, wodurch lösungsorientierte Prozesse gebildet werden. Das Spiel wird vom Kollektiv vorgestellt und durchgeführt. Es unterstützt den tatsächlichen Spielablauf sowohl durch die Durchführung als auch durch eine Vor- und Nachbereitung.  Die Spielanleitung sowie das Kollektiv selbst geben außerdem über den ganzen Spielprozess Hilfestellung. 

Wagnis Wiesdorf

Wagnis Wiesdorf 

Entwurfsverfassende

Claes Gayk 
Cathrine Sachweh
Henrik Tebroke
Oskar v. Wrede-Melschede

Modul

Projekt III – Wintersemester 2022 / 23

thema

Gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung

Das Wagnis Wiesdorf stellt eine gemeinwohlorientierte und stärker auf die Stadtgesellschaft fokussierte Entwicklung dar. Ziel soll sein, Interessierte, Akteur:innen und Bürger:innen so zu qualifizieren, dass sie ihren eigenen Stadtteil prägen oder zumindest ihre Interessen ausdrücken können. Es soll also zu einer Emanzipation der Stadtgesellschaft Leverkusens kommen. Dabei ergibt sich die Emanzipation im Wagnis Wiesdorf aus drei Zielen bzw. Leitplanken. 

Die erste Ebene nennt sich „Unabhängig durch lebendige Mitte“. Wiesdorf stellt bereits heute durch seine urbane Strukturen und Anbindung eine Art Innenstadt bzw. Zentrum für Leverkusen dar. An diesem Potenzial wird angeschlossen: Wiesdorf wird Experimentierraum für gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung und soll möglichst lebendig durch das Mitwirken vieler Menschen und verschiedener Projekte werden. 

Die zweite Ebene adressiert das Thema der Identität. Aus dem historischen Kontext ergibt sich das eine Image, mit welchem Leverkusen assoziiert wird. Neben dem Bayerimage soll sich eine eigene Identität ausbilden, welche über prägende und gemeinsam entwickelte Projekte entsteht. Ein neues Gemeinschaftsgefühl entsteht. 

Die letzte Leitplanke stellt die Stadtgesellschaft Leverkusen bzw. Wiesdorfs stärker in den Vordergrund. Bürger:innen sollen die Möglichkeit erhalten, ihren eigenen Stadtteil bzw. ihre gemeinsame Mitte „Wiesdorf“ zu gestalten. Dafür muss es eine neue Plattform der Kommunikation, der Steuerung und des Austausches geben, dass Interessierte ihre Vorstellungen und Ansprüche an Räume einbringen können. Sie erhalten eine Selbstbestimmtheit. Ihre eigene Stadt wird nicht mehr nur von Verwaltung oder Fachplaner:innen bestimmt. 

Erste Schritte 
Ausgang für eine emanzipierte Stadtentwicklung bildet die City C. Von hier aus strahlt der Baustein als Pilotprojekt in andere Stadträume Wiesdorfs und zeigt erstmals, wie viele Menschen an ihrer Stadt partizipieren können. 

Das City-Fest ist die Initialzündung des Bottom-Up-Prozesses, bei der durch ein ganztägiges Event die City C durch gemeinschaftliche Aktionen, Vorträge und Rallyes erkundet und belebt wird. Gleichzeitig werden interessierte Bürger:innen über die verschiedenen Optionen, zu Möglichmacher:innen zu werden, informiert.

Eine langfristige Bürger:innen-basierte Stadtentwicklung bedarf einer festen Plattform, welche über die Entwicklungszeit einzelner Projekte hinaus Prozesse kontinuierlich fortführt. Die ehrenamtliche Mitglieder der MöglichMann*schaft tragen Ideen aus der Bürger:innenschaft zusammen, stellen diese bspw. in Workshops zur Diskussion und organisieren Prozesse, in denen konkrete Konzepte daraus entwickelt werden. 

 

Die Raumvision
Die Raumvision für das Wagnis Wiesdorf sieht vor, dass die Eingänge zur Stadtmitte von Leverkusen neu formuliert werden. So müssen weitere Raumbrücken geschaffen werden, um der Zerschneidung des Raumes entgegenzuwirken.  Der Europaring und die Bahnverbindung sollen zur nachhaltigen Stadtverbindungen umgebaut werden. Attraktive Stadtachsen, in Form einer Bummelmeile von der Innenstadt zum Rhein und einer grünen Rheinpromenade erhöhen die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum und verknüpfen Anziehungspunkte miteinander. Orte des Austauschs, in Form von bspw. Quartiersplätzen, stärken das gemeinschaftliche Miteinander. Die grüne Klammer wird mittels grüner Eingänge verstärkt in den städtischen Raum eingezogen. An unterschiedlichen Stellen korrespondieren die Raumcharaktere miteinander und verzahnen sich.

MÖGLICHKEITsräume

Die MöglichMann*schaft kann als neue Steuerungs- und Kommunikationsplattform auch langfristig Stadträume entwickeln. Wie bereits erwähnt wird hier zwischen zwei Arten der Entwicklung von Räumen unterschieden: Während Aktionsräume relativ schnell und flexibel Lösungen und Bilder erzeugen und erproben können, gibt es daneben die langfristigen, gemeinwohlorientierten und mit einem längeren Prozess entstehenden Räume – die Möglichkeitsräume. 

Ausgewachsen

Ausgewachsen

Entwurfsverfassende

Leonard Decker
Maximilian Held
Muriel Sejnenski
Michelle Smuda

Modul

Projekt III – Wintersemester 2022 / 23

thema

Stadtentwicklung im Postwachstum

Höher, schneller, weiter.
Während Städte immer mehr dem Wachstumsdruck unterliegen und der Wohlstand anhand des Bruttoinlandsprodukts (BIP) gemessen wird, stellen vielfältige (inter-)nationale Krisen wie steigende soziale Ungleichheiten, knapper werdende Ressourcen sowie der Klimawandel das wirtschaftliche Wachstum als Indikator für Wohlstand immer mehr in Frage. Das Konzept „Ausgewachsen – die solidarische Stadt“, stellt sich dieser Herausforderung und entwirft eine alternative Vision auf Basis des Postwachstums für die Entwicklung von Leverkusen-Wiesdorf.

Aus diesem Grund ist eine Bottom-Up-Strategie und eine Entwicklung aus der Zivilgesellschaft heraus unabdingbar. Gemeinsam mit dem Bürger:innen und lokalen Initiativen und Vereinen sowie kommunalen Akteur:innen werden im Sinne des Postwachstums ganzheitliche Lösungen und Strategien zur Transformation gesucht. Hierfür wird ein ganzheitlicher Prozess entwickelt, welcher basierend Gedanken „Stadt von Allen – für Alle“ eine Stadtentwicklung im Sinnes des Postwachstums vorantreibt.

1. „City C“ – Keimzelle der Transformation
Als „Stadt in der Stadt“ bietet die City C besondere Potentiale für den gesamten Prozess. Die City C soll als Keimzelle des Postwachstumsgedanken gemeinsam mit der Stadtgesellschaft gemeinwohlorientiert transformiert werden. Der Verein soll zu Beginn der Phase 0 in einen der Pavillons einziehen und so für Prozesssichtbarkeit sorgen sowie Bürger:innen und Interessenten zum Mitmachen und gemeinsamen Experimentieren einladen. Interessierte Stadtmacher:innen können sich dort niedrigschwellig Informationen über den Prozess einholen sowie der Transformation jeder Zeit beiwohnen und selbst aktiv werden. So kann eine kooperative Stadtentwicklung in der City C beginnen. 

2. Die Entfaltung der Postwachstumsidee:
Während sich der Start der Transformation von Wiesdorf zur Postwachstumsstadt vor allem in der City C verorten lässt, soll die Entwicklung keineswegs dort stoppen. Erste Stadtmacher:innen und interessierte Bürger:innen sollen jeder Zeit ermutigt und unterstützt werden, eigene Projekte auch in anderen Teilen Wiesdorfs umzusetzen.  

3. Gemeinsam entwickeln 
Für eine erfolgreiche Prozessentwicklung ist die aktive Teilnahme der Bewohner:innen von entscheidender Bedeutung. Nur so kann ein Konzept wie die Postwachstumsstadt eine gesamte Stadt verändern, denn eine soziokulturelle Veränderung kann nur von unten heraus gelingen. Hilfestellung zum besseren Verständnis bietet ein Gesellschaftsspiel, welches auf leicht verständliche Weise die Thematik der Postwachstumsstadt verdeutlicht: Das Postwachstums-Spiel

4. Potentialräume und Startprojekte 
Um den Menschen in Wiesdorf die Vielfalt ihrer Stadt vor Augen zu führen und sie sowohl auf die kleinräumigen Nischen als auch mindergenutzte Flächen und Gebäude aufmerksam zu machen, wird die Stadt kontinuierlich kartiert und durch neue Potentialräume sowie realisierte Projekte ergänzt. Neue Potentiale werden entdeckt und entwickelt. Somit entfaltet sich ein Netz aus einer Vielzahl gemeinwohlorientierter Projekte, welche die Stadt sukzessive transformieren. 

Wiesdorf in Progress

Wiesdorf in Progress

Entwurfsverfassende

David Bodarwé
Klara Esch
Negar Ghatiefard,
Aslan Kosumov

 

Modul

Projekt III – Wintersemester 2022 / 23

thema

Slow urbanism

DIE STADTDENKEREI

In Abgrenzung zu den damaligen Idealen kann die Antwort auf diese Ausgangsfrage heute nur lauten: eine funktionierende Stadtentwicklung geht nur mit möglichst Vielen und mit viel Zeit. Dahingehend wurde der Ansatz der „Stadtdenkerei“ entwickelt. Als ergänzendes Instrument zum bestehenden Handlungskonzept (InHK) steht die Stadtdenkerei für einen alternativen Transformationsansatz, der sich an dem Prinzip des „Slow Urbanism“ orientiert, welches insbesondere mit der Stadtentwicklung von Antwerpen assoziiert wird. Demnach steht Slow Urbanism für ein „Vorgehen, das im lokalen Kontext wurzelt und sich die Zeit nimmt, gute Qualität in den Vordergrund zu stellen“ (Kristiaan Borret: Slow Urbanism – Een Nieuw Perspectief. Bauwelt 12.2014). 

Der Titel der Stadtdenkerei „Wiesdorf in progress…“ proklamiert eine gemeinsam entwickelte Vision die stärker in die Zukunft blickt und einem Weg in langsamen, kleinen Schritten als Kollaborationsprojekt von Stadtverwaltung, lokalen Akteur:innen, Bewohner:innen und Investor:innen. Die Zusammenarbeit funktioniert dabei im Rahmen regelmäßiger öffentlicher Aktionen, Veranstaltungen und Gremien. Darüber hinaus bietet die Projektwebsite ein digitales Informationsportal auf dem alle Zwischenschritte, neue Erkenntnisse und Ergebnisse während des Prozesses dokumentiert werden. Gleichzeitig ist sie auch Netzwerk-, Austausch- und Beteiligungsplattform und bietet dauerhaft die Möglichkeit auf einer Potentialkarte generelle Anmerkungen, Verbesserungsvorschläge und Ideen einzubringen.

Impulsprojekt City-C

Das ehemalige Einkaufszentrum bietet sich als erstes großes Impulsprojekt aus verschiedenen Gründen an. Durch seine Größe und markante Lage in der Stadt hat es das Potential, die Stadtgesellschaft zu aktivieren und in den Prozess der Stadtentwicklung mit einzubinden. Durch seine Struktur eigenet sich das City-C außerdem besonders gut für eine schrittweise Transformation: Durch Zwischennutzung und Erprobung kann das leerstehende Einkaufszentrum schnell zu einem Experimentierfeld für eine neue Art der Stadtentwicklung werden.

Um eine gelungene Transformation zu erreichen, braucht es zunächst einen Fahrplan für die Entwicklung des Impulsprojekts. In Kooperation mit Studierenden aus dem Master Städtebau NRW entsteht so der 4-Punkte-Plan der kooperativen Transformation, welcher im Folgenden kurz vorgestellt wird. Dieser Fahrplan wird im weiteren Verlauf gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern, wichtigen Akteuren, Politik und Verwaltung kontinuierlich evaluiert, konkretisiert und weitergedacht.

Punkt 1: Der Weg und das Ziel
Punkt 2: Die Füllung 
Punkt 3: Die Form 
Punkt 4: Das Weiterdenken

CITY ABC

CIty ABc  

Lehrende

Prof. Yasemin Utku                                                              Prof. Christian Moczala

Modul

Projekt III – Wintersemester 2022 / 23

thema

Städtebauliche Konzepte für Leverkusen Wiesdorf

Städte transformieren und wandeln sich ununterbrochen weiter. Wie ein Organismus ist eine Stadt und deren Entwicklung immer aktiv, sie ordnet sich immer wieder aufs Neue, bricht mit alten Normen und geht neue Wege. Dies ist ein unaufhaltsamer Prozess, welcher schon ewig das Bild einer Stadt und deren Bewohner:innen prägt. Wirtschaftliche Schwankungen, städtebauliche Brüche und demografische Wendepunkte sind nur ein kleiner Teil an Ursachen, welche Abweichungen und Neuordnungen im komplexen Zusammenspiel von Städten bewirkt. 

Dies gilt auch für Leverkusen. Die rheinische Großstadt ist von diversen städtebaulichen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Kursänderungen geprägt.  Ein besonderes Augenmerk Leverkusens liegt auf dem Stadtteil Wiesdorf, dem Planungsraum dieses Projektes. 

Wiesdorf gilt als Zentrum der Stadt mit Rathaus, konsumorientierter Innenstadt und Bahnhof. Insbesondere diverse Großbauten wie die Luminaden, die City C oder die Rathaus- Galerie dominieren das räumliche Bild und den städtebaulichen Kontext. Darüber hinaus hat Wiesdorf mit sozial-gesellschaftlichen Disparitäten zu kämpfen, profitiert aber von der ausgebauten verkehrlichen Vernetzung sowie den freiräumlichen Angeboten. Diese verschiedenen Facetten machen Wiesdorf zu einem Ort nahezu unbegrenzter, planerischer Potenziale. So stellen sich die Fragen: Wie sieht Wiesdorf in 20 Jahren aus? Welches Potenzial verbirgt sich in den Großstrukturen? Wie und wer wird die Zukunft der Stadt gestaltet?

Die Studierenden durften die Art und den Rahmen ihrer Konzepterarbeitung größtenteils selbst bestimmen. Dies hat zur Folge, dass die entwickelten Arbeiten sehr unterschiedlich wirken und eine experimentierfreudige, als auch ungefilterte Sicht auf den Ort entsteht. 

Nachfolgend sind die einzelnen Konzepte verlinkt. 

„Arbeitswelten Wiesdorf“
von Laura EntersKatharina Kirschner, Philipp Müller und Alexander Obermeier

Ausgewachsen – die solidarische Stadt.“ 
von Leonhard Decker, Maximilian Held, Muriel Sejnenski und Michelle Smuda

„Health Circle Wiesdorf – Urbane Gesundheit als Zukunft Wiesdorfs“ 
von Sandra Henkes, Josephine Koblitz, Serhii Ladik und Arthur Spruck 

„Obsolessenz “ 
von Grigorios Bacharoudis, Lilian Bander, Marie Blechmann und Tobias Steller

„Wagnis Wiesdorf“ 
von Claes Gayk, Cathrine Sachweh, Henrik Tebroke und Oskar v. Wrede-Melschede 

„Wiesdorf in progress – Stadt gemeinsam denken.“ 
von David Bodarwé, Klara Esch, Negar Ghatiefard und Aslan Kosumov

Klönne Connects

Klönne Connects 

eNTWURFVERFASSENDE

Claes Gayk 
Negar Ghatiefard
Tobias Steller

Auszeichnung

Anerkennung – Teilaufgabe Klönne

thema

Städtebaulicher Entwurf im Rahmen der Auslobung des 10. Schlaun-Wettbewerbs

Das Konzept „Klönne Connects“ greift das Potenzial der Verbindung zweier unterschiedlicher Stadtteile auf, überwindet Barrieren und verbindet Quartiere miteinander. Der Fokus liegt dabei vor allem auf der Mischung unterschiedlicher Menschen mit ihren verschiedenen Kulturen, welche den Raum prägen. Das Hauptaugenmerk des Entwurfs liegt auf dem Kulturzentrum im nördlichen Teil des Areals, welches eine räumliche Verbindung über die Bahntrasse hinweg schafft. Die Dachfläche des Gebäudes dient als Übergang zwischen dem Klönne Areal und dem Borsigplatzviertel. Dabei werden beidseitig Erdgeschossnutzungen integriert, wodurch die Attraktivität gesteigert wird.

 

In Kombination dazu entsteht ein Kulturpark, der zur Verbindung unterschiedlicher Menschen und Kulturen beiträgt. Dieser erhält zum heutigen Zeitpunkt keine aktive Planung, da öffentliche Räume im Spannungsfeld von (zu) starker Programmierung, die keine Aneignung zulässt, stehen. Der neu entstehende Grünraum soll aus diesem Grund als nutzungsoffener Raum entstehen. Darin eingebettet sind kleinere Kulturhäuser, welche unterschiedliche Nutzungen, wie interkulturell soziale Einrichtungen, kleinere Ausstellungen oder auch ein Gemeinschaftshaus, erhalten, um eine Diversität zu fördern. Weitere Räume des Plangebietes sind für Wohnbebauung vorgesehen. Innerhalb der Blockstrukturen wird durch unterschiedliche Wohnformen eine soziale Mischung gefördert, wodurch die Mischung der Kulturen auch innerhalb des Quartiers ermöglicht wird. Unterstützt wird dies durch drei Quartiersplätze, als Treffpunkte für die Gemeinschaft. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Konzept „Klönne Connects“ eine Vernetzung der umliegenden Quartiere vorsieht, wobei vor allem Wert auf das Zusammentreffen von Menschen gelegt wird und so Stadt zu einem lebenswerteren Raum für alle gemacht wird.

Infoveranstaltung

Einladung InformationsVeranstaltung Berufsperspektiven und MasterThesis

am 16. März | Ab 16.00UHR

Der Master Städtebau NRW lädt alle Studierenden des Studiengangs herzlichst zu einer allgemeinen Informationsveranstaltung zum Thema „Berufsperspektiven nach dem Studium“ am 16. März 2023 ab 16 Uhr im Raum 126 (Altbau) ein. 

Im Rahmen dessen werden die Möglichkeiten in den Feldern „Promotion“, „Referendariat“ sowie „Freie Wirtschaft“ vorgestellt und thematisiert. 

Des Weiteren erfolgt im Anschluss eine Informationsveranstaltung zur Bearbeitung der Masterthesis im Sommersemester 2023. Anbei ein Merkblatt sowie Ablaufplan für den Bearbeitungszeitraum. 

weitere Themen

Semesterplan

Die Semesterpläne für das Sommersemester 2025 sind jetzt online!

Citymanagement

Einladung zur Vortragsreihe Stadtmacher:innen am 23.01.2025

Einladung

OFFENSIVE PLATZ MACHEN

Was kann INnenstadt noch?

Ausstellung und Veranstaltungen im Oktober 2022

Das Image der Kölner Innenstadt beschränkt sich häufig auf die hochfrequentierten Handelslagen Hohe Straße und Schildergasse, wobei diese eigentlich viel mehr zu bieten haben. Denn öffentliche Räume in Städten sehen sich einem stetigen Wandel ausgesetzt. Besonders in Innenstädten wird immer mehr auf schnellen Konsum gebaut, was für die Aufenthaltsräume viele Probleme mit sich bringt. In Umfragen wird schnell deutlich, dass die Aufenthaltsqualität immer weniger im Fokus steht und die Innenstadt an Attraktivität verliert. Vor allem in Köln ist dieser Trend zu beobachten. 

Genau deshalb hat sich das Projekt „Offensive PLATZ MACHEN“ die Frage gestellt: „Was kann Innenstadt noch?“ Denn in Zukunft wird es darum gehen, welche Nutzungen neben dem Einzelhandel in der Innenstadt denkbar sind und wie dieser Raum belebt werden kann. 

Konzipiert sind die Beiträge im Rahmen des Moduls „Öffentlicher Raum“ unter der Leitung von Prof.‘in Yasemin Utku des Master Städtebau NRW in Kooperation mit dem Stadtmarketing Köln e.V., der Aachener Grundvermögen und arctum. Die Ergebnisse des Moduls werden in den Schaufenstern des ehemaligen „Wempe-Quartier“, Hohe Straße 66/ Ecke Schildergasse, ausgestellt, und von mehreren Veranstaltungen begleitet.

 

Termine:

06. Oktober, 17 Uhr        Ausstellungseröffnung mit Diskussion
Ecke Hohe Straße/ Schildergasse (Hohe Straße 66)

11. Oktober, 19 Uhr        Präsentation im hdak und Diskussion
Josef-Haubrich-Hof, Haus der Architektur

15. Oktober, 11 Uhr        Aktionstag in der Innenstadt
Ecke Hohe Straße/ Schildergasse (Hohe Straße 66)

20. Oktober, 18 Uhr        Offene Diskussion
Ecke Hohe Straße / Schildergasse (Hohe Straße 66)

 Wir freuen uns auf Ihren Besuch im „Wempe Quartier“!

weitere Themen

Semesterplan

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Citymanagement

Einladung zur Vortragsreihe Stadtmacher:innen am 23.01.2025

Masterstädtebau NRW